Ostern 2020

Alles ist aus. Jäh zu Ende. Vor einer Woche ruft das Volk beim Einzug Jesu in Jerusalem „Hosianna“ und legt Palmzweige aus. Jetzt brüllt die Menge „Kreuzige ihn!“. Die Jünger fliehen. Petrus leugnet. Jesus bekommt eine Dornenkrone. Er wird gefoltert. Hohepriester spotten. Die Soldaten würfeln um die Kleider. Jesus betet, ruft am Kreuz „Es ist vollbracht!“ und stirbt.

Lebensende. Tod. Zerstörung. Die gefallene Schöpfung. Sie sind überall gegenwärtig. Momentan können wir aktuell genau verfolgen, wie viele Menschen wo an Corona gestorben sind. Nüchternen Zahlen. Doch hinter jeder dieser Zahlen stecken unzählige Schicksale von einzelnen Menschen. Menschen, die von ihrer Familie, ihren Freunden betrauert werden.

Menschen, die fehlen werden. Die einfach nicht mehr sind. Aus und vorbei. Wir werden dem alle nicht entkommen. Jeder von uns wird sterben. Der eine alt und lebenssatt, der andere viel zu jung. Keiner weiß, wann es soweit ist. Ende der Geschichte?!?

Nein, eben nicht – und genau das ist Ostern! Nicht der Hase und die Eier oder die schöne Familienfeier. Gott ist Mensch geworden. Der Schöpfer kommt zu seinen Geschöpfen von Angesicht zu Angesicht. Der Tod am Kreuz war nicht das Ende – genau das ist Ostern! Jesus besiegt den Tod und steigt aus dem Grab. Begegnet dort Maria Magdalena und Maria, die Mutter von Jakobus. Begegnet seinen Freunden auf dem Weg nach Emmaus. Bricht mit den Jüngern das Brot. Wird von mehreren hundert Menschen gesehen. Dann kehrt er zum Vater zurück. Und verspricht den Heiligen Geist.

Vielleicht fragst du dich – was hat das jetzt mit mir zu tun? Sehr viel. Denn für uns alle stehen die Auferstehung und das ewige Leben durch Jesus offen. Für dich, für mich, deine Familie, deine Freunde. Es ist ein Geschenk Gottes an seine gefallene Schöpfung. Jeder darf es annehmen. Einfach ja sagen. Gott hört dich. Gott antwortet dir. Gott verändert dich.

Das ist Ostern!

Zurück

Grün wie die Hoffung

Grün ist die Farbe der Erneuerung. Die Farbe des Lebens und des Aufbruchs. Der Hoffnung, dass nach der dunklen Jahreszeit, den graubraunen Wäldern und Feldern immer wieder das Leben neu aufbricht. Sich Bahn schafft durch die Bodenkrume bis hin zum Licht. Aus kleinen unscheinbaren Keimlingen werden Wiesen, Korn, Blumen und Wälder, die wiederum alle Heimat für zahllose Geschöpfe sind. Leben in Hülle und Fülle. Überfließende, lebendige Kraft.

Im Johannesevangelium, Kapitel 12 steht:

Am nächsten Tag verbreitete sich unter der Volksmenge, die zum Passahfest gekommen war, die Nachricht: Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem. Da nahmen die Menschen Palmenzweige, liefen Jesus entgegen und riefen ihm begeistert zu: „Gelobt sei Gott! Gepriesen sei, der in Gottes Auftrag kommt, der König von Israel!“ Jesus ließ sich ein Eselfohlen bringen und ritt auf ihm in die Stadt.

Mit grünen Palmzweigen begrüßen die Menschen in Jerusalem Jesus. Die Hoffnung, dass der Messias, der Retter, der König, der Wundertäter in die Stadt kommt. Die Hoffnung auf das Ende der römischen Herrschaft. Die Hoffnung auf Erlösung.

Wir selbst leben davon, dass wir hoffen können. Ohne Hoffnung bleibt nicht viel Grund zum Leben. Es wird düster und hoffnungslos.

Das Gute ist, dass das nicht so bleiben muss. Wie im Bild oben die Sonne durch den Palmzweig bricht, so bricht durch Jesus die Hoffnung in unser Leben. Die Hoffnung auf das ewige Leben im Himmel ohne Leid und Schmerz. Die Hoffnung auf die Freiheit von dem ganzen Mist, den Fehlern, den Dummheiten, die wir in unserem Leben schon gemacht haben. Die Hoffnung auf den Vater im Himmel, der sich um uns kümmert.

Und dieser Vater ist nur ein Gebet weit von uns entfernt. Wir können überall sprechen. Jeder darf es sprechen – man muss kein besonders frommer Mensch oder ein Pastor sein. Und das Beste daran ist: Gott, der Vater im Himmel, wird antworten. Vielleicht nicht immer so, wie wir es uns denken oder auch nicht immer sofort. Aber die Antwort wird kommen.

Das ist die frohe Botschaft der Osterzeit!

Zurück

Corona – die Krone (Fastenzeit 2020)

Corona ist momentan in aller Munde. Ein kleines Virus, im Prinzip ein Stückchen DNA, legt fast die ganze Menschheit lahm. Übrigens die Krone der Schöpfung. Alles ist plötzlich anders, wir sind quasi eingesperrt und eingeschränkt in unserer persönlichen Freiheit, wie wir das bisher nicht kannten. Keiner weiß, wie lange es dauern wird, welche Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Gesellschaft die Pandemie hat. Alles was so sicher erschien, ist plötzlich ganz unsicher. In solchen Zeiten ist es gut, sich zu besinnen und den Geist auf den zu richten, der ewig ist, der allmächtig ist und von dem wir Hilfe erwarten dürfen: Gott.

Corona – der Kranz oder die Krone. In der Bibel ist davon auch die Rede. Nicht vom Virus und auch nicht so oft wie in den Medien. Richten wir unseren Blick nach oben.

Königskrone – David schreibt in Psalm 8: „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.“ Das ist eine gute Nachricht. Wir Menschen sind Gott sehr wertvoll. Sie sind Gott sehr wertvoll! Wir sind nicht nur irgendeine Art von Lebewesen, nein, wir sind etwas ganz besonderes. Jeder von uns!

Dornenkrone – damit wurde Jesus von Soldaten gekrönt und verspottet. „Sei gegrüßt, König der Juden!“ sagten sie zu Ihm. Nur ist Jesus nicht nur der König der Juden, sondern der König der ganzen Welt. Der König der Gerechtigkeit. Der König der Wahrheit. Und letztendlich unser Retter vor dem ewigen Tod. Auch wenn es hier mit unserem Leben zu Ende geht, wird es bei Gott weitergehen. Wir müssen dieses Geschenk nur annehmen.

Lebenskrone – „Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.“ ist ein Versprechen aus der Offenbarung, das für uns gilt, wenn wir mit Jesus auf unserem Lebensweg sind. Es verlangt von uns Treue zu Gott – egal ob es das irdische Leben kostet – doch die Belohnung ist unendlich wertvoller als dieses: „Dann werdet ihr den unvergänglichen Siegeskranz, das Leben in der Herrlichkeit Gottes, erhalten“, schreibt Petrus. Dann ist die Not vorbei, jeder Schmerz, jede Sorge und Gott selbst wird jede Träne abwischen, die wir jemals geweint haben.

Das heißt für uns: Egal was um uns herum passiert, Gott ist für uns da. Egal, ob wir gewinnen oder verlieren, leben oder sterben, alt sind oder jung, Frauen sind oder Männer. Wir müssen uns nicht sorgen. Brauchen keine Angst zu haben. Gott hat uns in seiner Hand und wenn wir Ja zu Ihm sagen, werden wir den Siegeskranz erhalten. Versprochen!

Zurück