Verfolgt

Heute möchte ich mal über ein Thema schreiben, das mich ziemlich bewegt, das aber von der Weltöffentlichkeit nicht so direkt bewusst wahrgenommen wird. Vor allem nicht in Deutschland. Es herrscht ja (fast) überall Religionsfreiheit – zumindest auf dem Papier. Trotzdem gibt es in vielen Ländern eklatante Menschenrechtsverletzungen. Und deshalb möchte ich darauf aufmerksam machen.

260.000.000 Menschen

Es gibt auf der Welt etwa 260 Millionen Christen (Quelle: OpenDoors), die wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Über eine viertel Milliarde Menschen!

Die Verfolgung hat viele Gesichter: Es geht los bei der gezielten Verweigerung von Genehmigungen beim Bau von Kirchen über erschwerte Studienbedingungen bis hin zu Gefängnis und Tod. Manche verlieren deswegen ihre Arbeit. Manche werden von Extremisten entführt. Wer mehr wissen möchte, klicke hier.

Das Phänomen ist nicht neu. Schon die ersten Christen wurden verfolgt: Zum einen von den jüdischen Geistlichen in deren Dienst Saulus stand. Er wurde später nach einem einschneidenen Erlebnis zum Paulus und ein glühender Verbreiter des Evangeliums. Zum anderen wurden sie verfolgt von den römischen Machthabern. Heute ist es auch noch so: In vielen Ländern wird durch Andersgläubige verfolgt und durch die Herrschenden.

Jesus hat Verfolgung von Anfang an erlebt (Stichwort: Herodes) und sagte sie schon für die Christen voraus:

Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten.

Johannes 15, 20 (LU17)

Oder in der Bergpredigt:

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und allerlei Böses gegen euch reden und dabei lügen. Seid fröhlich und jubelt; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

Matthäus 5, 11 & 12 (LU17)

Es müssen viele leiden. Aber sie richten ihren Blick auf Gott und ertragen diese Leiden. Das ist sicherlich nicht immer leicht. Doch gerade in Ländern, in denen stark verfolgt wird, wächst die Gemeinde! Es passieren immer wieder Wunder, dass sich sogar die Verfolger zu Jesus wenden. Und das gibt Hoffnung. Denn die frohe Botschaft von Jesus – das Evangelium – hat eine unglaubliche Sprengkraft!

Was tun?

Was können wir nun tun für die verfolgten Menschen? Was können wir tun, dass es bei uns nicht soweit kommt?

  • Beten. Beten hilft immer! Denn Gott erhört und hilft! Es hilft den verfolgten Geschwistern, wenn sie wissen, dass ihre Glaubensgenossen für sie beten.
  • Schreiben. An Botschafter der vorfolgenden Ländern. An unsere Regierungen. An unsere Glaubenseschwister zur Ermutigung. Oft gibt es von Hilfsorganisationen Schreibaktionen, an denen man sich einfach beteiligen kann.
  • Wachsam sein. Lassen wir es in unseren Ländern nicht so weit kommen. Es werden auch in Deutschland oder Österreich Menschen wegen ihres Glaubens (egal jetzt welcher Religion sie angehören) benachteiligt, kritisch beäugt, gegängelt. Einige Meinungen, die auf der Bibel beruhen, sind hier für manche – sagen wir mal – unbequem.
  • Mitleiden. Wir Christen von überall auf der Welt gehören zu dem EINEN Leib Christi. Uns darf es nicht egal sein, wenn auf der Welt Menschen wegen ihres Glaubens an Jesus im Gefängnis sitzen! Vergessen wir sie nicht.
  • Reichtum teilen. Wenn wir selber vielleicht nichts Praktisches tun können, so können wir Organisationen wie OpenDoors, Christen in Not oder AVC unterstützen.

Vielen Dank für’s Lesen!

Sei gesegnet!

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